Bis 28.02.2026 10% Rabatt mit Gutscheincode WEITBLICK10-0226 auf alle fotoEVENTS im ONLINE-SHOP
Die Fotografie unter freiem Himmel entspringt der puren Leidenschaft, dem Erleben und der ganz persönlichen Erfahrung. Das gilt im Grunde für jedes Genre der Fotografie. Doch ein entscheidender Aspekt wird von uns Menschen, den Kameraherstellern und den Medien meist sträflich vernachlässigt. Viele Fotografen spüren diesen Faktor zwar unterschwellig und erwähnen ihn beiläufig, doch wirklich bewusst ist er den wenigsten.
Es handelt sich um das mächtige Gefühl, das während des gesamten Entstehungsprozesses in uns aufsteigt – eine wohltuende, entschleunigende und ungemein kraftspendende Energie. Es muss schließlich einen tieferen Grund geben, warum wir uns immer wieder auf den Weg machen. Das fertige Bild allein reicht als Antrieb jedenfalls kaum aus. Die Fotografie ist im Kern pure Emotion.
Glücklicherweise bewegt sich der Trend in der Fotowelt allmählich weg von der totalen Fixierung auf Megapixel und starre Gestaltungsregeln. Ich lese es immer wieder und jeder Schritt erfolgt nur sehr spärlich. Der Fokus verschiebt sich hin zu einem sinnerfüllten Tun, das uns im Inneren berührt. Wer diesen Zugang wählt, lernt das Handwerk und die Handhabung der Technik fast schon spielerisch. Die Technik bleibt selbstverständlich ein treuer Begleiter, aber sie übernimmt nicht das Kommando. Es gibt schließlich kaum etwas Ermüdenderes, als sich technische Parameter und gestalterische Zwänge aus reinem Pflichtbewusstsein einzutrichtern. Solch ein verbissener Ansatz erstickt jede kreative Freude im Keim. Dabei bietet die Fotografie die fantastische Möglichkeit, alle Facetten unseres Wesens zu stärken. Und plötzlich macht sogar das Lernen wieder richtig Spaß.
Genau darauf zielt die Anwendung der 4 Fotozeiten ab.
Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht zu bringen.
Durch Bewegung, durch Stille, durch Gestaltung und durch Fühlen!
Offen zu sein, für das was IST und für das was noch kommen mag!
Die Fotografie bietet die wunderbare Gelegenheit, das eigene Innere zu beleuchten. Meine Absicht ist es gewiss nicht, das Rad der Weisheit neu zu erfinden. Mir liegt vielmehr daran, Emotion und Technik in einer interdisziplinären Form zusammenzuführen. Daraus ergibt sich eine fabelhafte Möglichkeit, Achtsamkeit, Entschleunigung und Hingabe fest in den Alltag zu integrieren. Auf die moderne Technik müssen wir dabei keineswegs verzichten. Es ist ohnehin ein weit verbreiteter Mythos, dass man dafür Unmengen an Geld für teures Equipment verbraten muss. Die Ausrüstung darf im eigenen Tempo wachsen, ganz ohne Druck und finanzielles Kopfzerbrechen.
Der Schlüssel liegt in einer unverkrampften, achtsamen Herangehensweise. Unterstützt wird dieser Weg durch das bewährte Konzept der vier Fotozeiten. Gehzeit, Ruhezeit, Kreativzeit und Emotionszeit basieren auf einer einfachen Tatsache. Wer mit seinem gesamten Wesen im Fluss des Lebens mitschwimmt – also bewegt, ruht, gestaltet und fühlt –, erschafft sich ein fühlbares Gleichgewicht. Die Herausforderungen des Alltags lassen sich mit dieser inneren Balance erheblich leichter meistern. Die Dinge des Lebens ordnen sich in diesen wohltuenden Phasen fast wie von selbst. Durch die Hingabe an das, was gerade ist, betreten wir den einzigen Moment, in dem wir wirklich existieren, fühlen und eben auch fotografieren können.
Es ist die kraftspendende Zeitlosigkeit des Jetzt.
Die Fotografie ist im Grunde eine zeitlose Meditationsform. Das Schöne daran ist, dass man sie niemandem mühsam eintrichtern muss. Sie entsteht ganz natürlich durch das Versinken im Moment, durch die Faszination für die Natur und das lebendige Gefühl im eigenen Inneren. Sie schärft den Blick, befreit von unnötigen Sorgen und schenkt uns neue Energie für den Alltag. Während wir mit der Kamera in der Natur unterwegs sind, wird uns eine wesentliche Wahrheit wieder bewusst. Wahre Kraft kommt von innen. Diese Stärke nehmen wir mit nach Hause. Und das Beste daran ist, dass dieses mentale Training obendrein richtig Spaß macht.